Jasmin Solfaghari
Die Regisseurin, die 1963 in Freiburg im Breisgau geboren wurde, wuchs in Teheran und ihrer badischen Heimatstadt auf. Nach einem Start in den Fächern Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik entschloß sie sich zu einem Fachwechsel zur Musiktheater-Regie. Dieses Studium absolvierte sie mit Auszeichnung von 1983 bis 1989 bei Götz Friedrich an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Anschließend arbeitete sie als Regieassistentin u. a. bei Harry Kupfer, Marco Arturo Marelli und Christine Mielitz und inszenierte im In- und Ausland, bevor sie 1993 als Spielleiterin an die Hamburgische Staatsoper engagiert wurde. Dort betreute sie u. a. Produktionen wie DER RING DES NIBELUNGEN, TRISTAN UND ISOLDE und Puccinis IL TRITTICO.
Sie inszenierte für die Ludwigsburger Schlossfestspiele, das Landestheater Linz, die Hamburgische Staatsoper (opera stabile), das Staatstheater Nürnberg, die Sibelius Akatemia Helsinki und das Schleswig-Holstein-Musikfestival.
1998 gründete sie "Jasmin Solfaghari - Management for music and arts" mit dem sie u.a. eine eigene Konzertreihe "Celestiale-Alte Musik im Kaufhaussaal", Freiburg gestaltete und durchführte, sie wirkte mit bei der Gründung und Durchführung der Reihe "Alte Musik in der Landdrostei Pinneberg", setzte musikalisch-szenische Projekte um und leitete in Planung und Durchführung das Gastspiel der Leipziger Musikhochschule "Alle VVünsche sind dahin" zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen 2009.
Von 2001 bis 2004 war sie inszenierende Oberspielleiterin für das Musiktheater am Stadttheater Bremerhaven. Allein dort schuf sie 13 Inszenierungen des gängigen Opernrepertoires.
Von 2004 bis 2006 war sie Oberspielleiterin der Deutschen Oper Berlin und leitete neben Wiederaufnahmen von u.a. Prof. Götz Friedrich und Marco Arturo Marelli auch szenische Abende mit den Stipendiaten der Deutschen Oper.
Von 2006 bis 2011 leitete sie als Professorin an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig "Felix Mendelssohn Bartholdy" den Fachbereich "Dramatischer Unterricht".
An der Oper Köln war sie als Regisseurin mit drei Inszenierungen vertreten (2005: THE BASSARIDS, 2006: DIE LUSTIGE WITWE, 2008: TANNHÄUSER). 2007 war sie mit RIGOLETTO erstmals am Stadttheater Klagenfurt und mit "Béatrice et Bénedict" am Stadttheater Augsburg zu Gast.
Ihre Inszenierung von DIE HOCHZEIT DES FIGARO an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig wurde in ihrer eigenen Bearbeitung für Kinder als "Figaros toller Tag- Mozart für Operneinsteiger“ 2009 an der Oper Leipzig aufgeführt.
Bei den Eutiner Festspielen war sie 2008 und 2009 mit DER BARBIER VON SEVILLA vertreten. Die Ludwigsburger Schlossfestspiele luden sie mit ihrer szenischen Collage über Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy mit "Alle Wünsche sind dahin" ein.
An der Hochschule Leipzig inszenierte sie 2010 Mozarts COSI FAN TUTTE und verabschiedete sich dort 2011 mit ALBERT HERRING von Benjamin Britten.
2012 wird Jasmin Solfaghari "Pariser Leben" an der Dresdner Staatsoperette (27.Januar) und "L'Absence" von Sarah Nemtsov im Auftrag der Münchner Biennale (Premiere 3. Mai/Ltg. Prof. Dr. Peter Ruzicka) uraufführen.
Jasmin Solfaghari lebt als freiberufliche Regisseurin und Dozentin in Berlin.
Sie gibt Meisterkurse u.a. in den USA am Opera Institute der Boston University, Iowa State University , an der Europäischen Akademie in Montepulciano, Italien und in Israel.
Jasmin Solfaghari ist Mitglied der Künstlerischen Leitung der Festlichen Operngala für die AIDS-Stiftung, die an der Deutschen Oper Berlin jährlich stattfindet und vom rbb, mdr und auf 3sat ausgestrahlt wird.
Jasmin Solfaghari ist Schirmherrin des "Nicaragua-Projektes".
In der Spielzeit 2011/12 führt sie Regie bei Offenbachs "Pariser Leben" an der Staatsoperette.











