Axel Köhler
Axel Köhler ist seit Beginn der Spielzeit 2009/2010 Direktor der Oper Halle. Er wurde in Schwarzenberg/Erzgebirge geboren und studierte an der Dresdner Musikhochschule Violinpädagogik und Gesang. 1984 wurde er in Halle als Spielbariton engagiert. Als Countertenor debütierte 1987 mit der Partie des Eustazio in der Hallenser "Rinaldo"-Inszenierung von Peter Konwitschny. Es folgten in Halle die Titelpartien in den Händel-Opern "Sosarme", "Tamerlano", "Giulio Cesare", "Orlando", "Tolomeo", Giudo in "Flavio", Athamas in "Semele" und Arsamene in "Serse" außerdem u.a. Prinz Orlofsky in der "Fledermaus", den Teufel in Detlev Glanerts "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung", für deren Uraufführung die Oper Halle 2001 den Bayerischen Theaterpreis erhielt, Türkenbab in Strawinskys "The Rake's Progress", Orpheus in "Orpheus in der Unterwelt", Oberon in Brittens AA Midsummernight's Dream" und die Titelpartie in der Uraufführung von Grünauers "Cantor". An renommierten Häusern sang er Ottone in Monteverdis "L'incoronazione di Poppea", Oberon, Orlofsky, Orfeo in Glucks "Orfeo ed Euridice", Daniel in Händels "Belshazzer" und die Titelpartie in der Uraufführung von Siegfried Matthus' Oper "Farinelli". An der Bayerischen Staatsoper war er in den Händelopern "Rinaldo" und "Giulio Cesare" zu erleben, an der Komischen Oper Berlin mit der Titelpartie von Händels "Tamerlano", an der Hamburgischen Staatsoper war er Nutrice und Famigliario in Monteverdis "Poppea", 2003 bei den Salzburger Festspielen und 2004 in Madrid Adschib in Henzes Oper "L'upupa", an der Dresdner Semperoper 2005 Poros in Hasses "Cleofide". 1998 erhielt er den Händelpreis, 1999 wurde er zum Kammersänger ernannt und erhielt den Kritikerpreis der Berliner Zeitung. Axel Köhler gastiert bei zahlreichen internationalen Festivals und erhält weltweit Angebote für Konzerte, CD-, Rundfunk- und Opernproduktionen. Als Konzertsänger war er u. a. in der New Yorker Carnegie Hall zu erleben. Er arbeitet er mit renommierten Ensembles für Alte Musik wie Concerto Köln, Musica Antiqua Köln und der Berliner Lautten Compagney, Chören wie der Gächinger Kontorei und dem RIAS-Kammerchor und Dirigenten wie René Jacobs, Marcus Creed und Howard Arman zusammen. Seine Programme "Falsetto grazioso" und "Falsetto amoroso" weisen ihn als ausdrucksvollen und unterhaltsamen Liedinterpreten aus, die CD "An die ferne Geliebte" erhielt lobende Kritiken. Als Regisseur gab Axel Köhler im Jahre 2000 in Halle sein außerordentlich erfolgreiches Debüt mit Monteverdis "L'incoronazione di Poppea". 2001 inszenierte er in Halle Händels "Rodrigo". Aufgrund des Erfolges lud ihn die Bayerische Theaterakademie "August Everding" ein, diese Produktion mit Studenten zu erarbeiten. 2003 inszenierte er in Bad Lauchstädt Händels "Teseo" (die 25. und vorerst letzte Aufführung fand im September 2004 in London statt) sowie "Spettacolo barocco" als open-air-Spektakel im Hof der Hallenser Moritzburg. Zum Jubiläum 350 Jahre Oper in Halle brachte er im Herbst 2004 das heitere Foyerprogramm "Hochzeiten und andere Katastrophen" heraus, das zum Bestandteil der Händel-Festspiele 2005 und 2006 wurde. 2006 folgte die Neuinszenierung von "Admeto" an der Oper Halle. Brittens "Sommernachtstraum" kam im Münchner Prinzregententheater, in Regensburg und in anderer Besetzung in Halle zur Aufführung. Im Februar 2006 inszenierte er für Dresden und Passau Händels "Amadigi". Inszenierungsprojekte 2008 sind Mozarts "Zauberflöte" an der Dresdner Staatsoperette, "Die weiße Dame" von Francois Adrien Boieldieu für die Kammeroper Schloss Rheinsberg und Monteverdis "L'Incoronazione di Poppea" als Koproduktion der Musikhochschule und des Staatsschauspiels in Dresden.














