LA PERICHOLE
neu ins Deutsche übertragen von Peter Ensikat Die Werke Jacques Offenbachs, des Erfinders der Operette, stehen schon seit einigen Jahren neben den Werken Johann Strauss´, im Zentrum des Spielplans der Staatsoperette Dresden. Dabei richtet das Ensemble in der Umsetzung sein besonderes Augenmerk auf die satirischen Qualitäten der Operetten des sogenannten „Mozart der Champs- Elysées“. Nach Neuinszenierungen der „Schönen Helena“ und dem „Ritter Blaubart“ in den vergangenen Spielzeiten folgte 2008 die Opéra-bouffe „La Périchole“. Der Vizekönig von Peru genießt es regelmäßig, sich unerkannt im Jubel seines Volkes zu sonnen. Bei einer seiner Exkursionen durch die Straßen der Hauptstadt trifft er auf die arme Straßensängerin Périchole und verliebt sich in sie. Seinem Ansinnen, Périchole als seine Mätresse in seinem Palast wohnen zu lassen, widerspricht eigentlich nur der Umstand, dass im Palast keine unverheiratete Frauen leben dürfen. Also muss kurzerhand ein Bräutigam her. Der scheint sich in Péricholes Verlobtem Piquillo schnell gefunden zu haben. Doch dieser weigert sich, in dem perfiden Plan des Vizekönigs die ihm zugedachte Rolle des gehörnten Ehemanns zu spielen...
Das Libretto zu dieser satirischen, herrliche Kapriolen schlagenden Operette von Jacques Offenbach schrieben keine geringeren als Henri Meilhac und Ludovic Halévy: die beiden haben nicht nur regelmäßig mit Offenbach zusammengearbeitet, sondern sie schufen auch den Text für Georges Bizets „Carmen“, die seit der Spielzeit 2008/09 ebenfalls an der Staatsoperette zu sehen ist. Wie bei Bizets Meisterwerk griffen sie auch hier ähnlich erfolgreich auf ein Werk von Prosper Merimée zurück. Und Offenbach? – Den regte die Geschichte um die arme Straßensängerin Périchole, die in die Finger der Politik gerät, zu einer seiner schönsten Partituren an, die von Chefdirigent Ernst Theis einstudiert wurde.
Das Werk ist in Dresden in der von Offenbach bearbeiteten Wiener Fassung von 1874 zu erleben. Für ihre Neuinszenierung hat die Staatsoperette bei dem Kabarettisten Peter Ensikat eine Neuübersetzung des Werkes in Auftrag gegeben. Er hat in seinem Text die satirischen und zu Offenbachs Zeit aktuellen Hintergründigkeiten des Librettos in die Gegenwart übertragen, ohne dass das Original seinen Charme verlor. Premiere: 24./25. Oktober 2008 Dauer: 2 Std. 45 min
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Presseecho
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