Rücklagen reservieren!

06.05.10

Von: Staatsoperette Dresden

Mit Bedauern haben die Mitglieder der Staatsoperette die Pläne zum Verzicht auf den gemeinsamen Standort mit dem TJG im „Kunstkraftwerk Mitte“ und damit auf eine großartige Kulturvision aufgenommen.

Aber vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Investitionen entsteht Unruhe im Ensemble: „Die Finanzierung über einen Investor birgt sowieso Unsicherheiten, Lasten werden in die Zukunft verschoben, Rücklagen sollen 

angegriffen werden. Was sicher ist, sind unsere 13,4 Millionen Tarifverzicht, ein Drittel der Investitionssumme“ erklärt Martin Liebe, Personalratsvorsitzender der Operette, und fügt hinzu: „Wir befürchten, dass die für den Operettenneubau eingeplanten Rücklagen nun schon woanders eingeplant werden!“

In ihrer Stellungnahme an die Oberbürgermeisterin zu den neuen Plänen hatten beide Intendanten auch betont, „dass es grundsätzlich kein Gegeneinander des künstlerischen Auftrags und der kulturellen Bildung einerseits und der Bedeutung von Schulen, Kitas und Sportstätten andererseits geben darf.“ Für Intendant Wolfgang Schaller steht sein Ensemble 

im Kampf um künstlerische und bauliche Planungssicherheit nach dem Verzicht auf den Doppelneubau nun wieder allein da. Das schafft Unsicherheit und löst Beunruhigung aus. 

„Wir bekennen uns zum Standort Kraftwerk Mitte und hoffen auf einen Beschluss zur Verwirklichung des Operettenneubaus im Juni, damit wir alle mit einer neuen Perspektive in die Sommerpause gehen können.“

Der Stadtrat hatte den Haustarifvertrag der Staatsoperette beschlossen und damit für die Stadt Dresden dieses einzigartige Angebot des Ensembles angenommen. „Nun sollte man Kontinuität wahren und die für das Finanzierungskonzept des Neubaus notwendigen Rücklagen auch dafür reservieren!“, so Intendant Wolfgang Schaller.

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