Staatsoperette stellt künstlerische Pläne vor: Johann-Strauss-Zyklus wird fortgesetzt

09.09.10

Von: Sandra Wolf (DNN Online)

Dresden. Die Staatsoperette Dresden hat am Mittwoch ihre künstlerischen Pläne für die kommenden Spielzeiten 2011/12

und 2012/13 vorgestellt. Das Programm wird durch die Fortsetzung des Johann-Strauss-Zyklus bestimmt, der im Johann-Strauss-Festival gipfelt. Bei diesem werden auch Werke Jacques Offenbachs zu sehen sein. Zudem werden unter anderem „Oliver!" von Lionel Bart und das Musical „Of Thee I Sing" von George Gershwin gezeigt. Auch das von der Operette ins Leben gerufene Jungend-Tanzprojekt soll künftig weitergeführt werden.

Der Intendant der Staatsoperette Dresden, Wolfgang Schaller, will auch in Zukunft zusammen mit dem aus Österreich stammenden Chefdirigenten Ernst Theis neben bekannten Operetten auf moderne Wiederaufführungen von bisher wenig bekannten Stücken von Johann Strauss setzen. Das Strauss-Repertoire der Staatsoperette sei weltweit einmalig und eine Besonderheit des Hauses, heißt es in einer Pressemitteilung.
Das Johann-Strauss-Festival, dass von der Operette einst ins Leben gerufen wurde, soll den herausragenden Unterhaltungswert, die einstige Aktualität der Werke und die hohe musikalische Qualität der Partituren in den Mittelpunkt
stellen. Leitend seien dabei die Ideen von historischer Informiertheit und zeitgemäßen Präsentationsformen. In Dresden beschäftige man sich kontinuierlich mit dem Genre, worin auch die stilistische Kompetenz der Aufführungen lege, heißt es weiter. Die „Strauss-Pflege" des Hauses gehört zu den zentralen Anliegen von Theis.
Die für die Spielsaison 2011/12 geplante Uraufführung von Johann Strauss „Der Frauenministerin" stelle, so Schaller, eine besondere Herausforderung dar. Der
österreichische Komponist Michael Mautner wird hierfür ein politisch-satirisches Musiktheater komponieren. Es sollen dabei die Errungenschaften einer
zeitgenössischen Musiksprache mit den Anforderungen des unterhaltenden Musiktheaters und der politischen Satire a la Jacques Offenbach verbunden werden.
Daneben präsentiert die Staatsoperette das Familienmusical „Oliver!", dass auf dem Charles Dickens Klassiker Oliver Twist basiert und die Operette „Pariser Leben" von Jacques Offenbach, das von Michiel Dijkema inszeniert wird.
Doch auch das Jugend-Tanzprojekt soll 2012 weitergeführt werden. Das bekräftigte Schaller am Mittwoch gegenüber DNN-Online. Das Projekt dient zur künstlerischen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Dabei wird darauf geachtet das immer eine Mittelschule und ein Gymnasium teilnehmen.
Die Jungendlichen sollen sich „tanzend wiederfinden". Das Tanzen an sich, sei gar kein Tanz im eigentlichen Sinne. „Jede körperliche Aktion ist möglich", meint
Schaller. Zusammen würden die von den Teilnehmern produzierten Bewegungen dann durch den Choreographen ein Ganzes ergeben. Für das Projekt 2012 können sich Mittelschulen und Gymnasien wieder bei der Staatsoperette bewerben.

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