André Eckert
Bassbariton
Aktuelle Partien an der Staatsoperette Dresden:
Giorgio Testaccio, Senator in „Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauss), Massaccio in „Gasparone“ (Millöcker), Zweiter Ganove in „Kiss me, Kate“ (Porter), Alfred P. Doolittle in „My Fair Lady“ (Lerner / Loewe), Pélégrin in „Der Graf von Luxemburg“ (Franz Lehár)
"André Eckert spielte mit so viel schlitzohrigem Charme und sang sicher mit buffonesker Tönung in seiner männlich, sonoren Stimme." (Opernspiegel)
Geboren in Dresden, wurde Eckert 1987 Mitglied des Dresdner Opernstudios und 1990 in das Solistenensemble der Semperoper von Chefregisseur Joachim Herz engagiert. Seit seinem Hausdebüt 1987 gestaltete er hier etwa 40 Rollen seines Faches:
Colline in La Bohème, Angelotti in Tosca, Talpa in Il tabarro, Masetto in Don Giovanni, Bartolo in Le nozze di Figaro, Publio in La clemenza di Tito, Sam in Un ballo in maschera, Leander in Die Liebe zu den drei Orangen, Eremit in Der Freischütz, Titurel in Parsifal, Hans Schwarz und Hans Foltz in Die Meistersinger von Nürnberg, Reinmar von Zweter in Tannhäuser, Truffaldin in Ariadne auf Naxos, 2. Soldat und 5. Jude in Salome, Graf Lamoral in Arabella, Musketier in Der Friedenstag, Einarmiger in Die Frau ohne Schatten, Farfallo in Die Schweigsame Frau, Pfleger des Orest in Elektra mit bedeutenden Dirigenten wie Sir Colin Davis, Giuseppe Sinopoli, Wolfgang Rennert, Siegfried Kurz, Christof Prick, Ingo Metzmacher, Marc Albrecht, Friedemann Layer, Michail Jurowski und Semyon Bychkov. In der szenischen Darstellung wurde der Sänger wesentlich geprägt durch die Zusammenarbeit mit den Regisseuren Joachim Herz, Christine Mielitz, Ruth Berghaus, Willy Decker, Peter Konwitschny, Hans Hollmann und Marco Arturo Marelli.
Eckert erhielt seine musikalische Ausbildung als Kruzianer im Dresdner Kreuzchor unter Kreuzkantor Martin Flämig und studierte an der Hochschule für Musik "Carl-Maria von Weber" seiner Heimatstadt. 1986 war er Preisträger des internatinalen Antonin Dvorák-Wettbewerbes in Karlovy Vary in Tschechien, erhielt das Felix Mendelssohn-Stipendium und gab sein Bühnendebüt als Sarastro in Die Zauberflöte am Theater Senftenberg.
1991 erreichte er im internationalen Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena/Italien das Semifinalkonzert in der Opera Modena.
1994 gab Eckert sein Debüt an der Staatsoper Hannover als Osmin in Die Entführung aus dem Serail, 1996 sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper München als Leander in Die Liebe zu den drei Orangen und an der Hamburgischen Staatsoper als 2. Soldat in Salome, 1997 an der Oper Leipzig als Redakteur in Die Nase, 1998 in der Operas de Montpellier als 1. Handwerksbursch in Wozzeck und 2000 bei den Eutiner Festpielen als Kaspar in Der Freischütz.
Giuseppe Sinopoli war in dieser Zeit einer seiner wichtigsten Förderer und engagierte Eckert für Gesamteinspielungen der Richard Strauss-Opern
Die Frau ohne Schatten als Einarmiger mit der Staatskapelle Dresden, Deborah Voigt, Ben Heppner, Franz Grundheber, Sabine Hass und Hanna Schwarz bei Teldec classics und Der Friedenstag als Musketier mit Deborah Voigt und Albert Dohmen bei der Deutschen Grammophon.
Solorecitals und Konzerte von Bach's Passionen über Mozart-Requiem bis zu Schönberg's Ein Überlebender aus Warschau sind ein bedeutender Bestandteil seines künstlerischen Wirkens. Eckert sang in der Dresdner und Berliner Philharmonie, der Stuttgarter Liederhalle und am Gasteig in München und spielte mit der Dresdner Philharmonie Bruch's Die Glocke unter Hans Christoph Rademann bei Thorofon ein.
2001 realisierte er seinen ersten Ring des Nibelungen am Staatstheater Meiningen als Fafner in Siegfried und Hagen in Götterdämmerung unter der Leitung von Kirill Petrenko und Christine Mielitz, die ihm wichtige Hauptpartien wie Kezal in Die verkaufte Braut, Tevje in Anatevka und Swallow in Peter Grimes in der Folge anvertrauten.
2001 gastierte Eckert am Théâtre du Châtelet in Paris als Farfallo und Sir Morosus-Cover in Die Schweigsame Frau unter Christoph von Dohnáhnyi mit Natalie Dessay und in der Schweiz bei den Sommerspielen Selzach als Falstaff in Die lustigen Weiber von Windsor.
2002 sang Eckert an der Bayerischen Staatsoper München Sam in Un ballo in maschera unter John Fiore mit Ramon Vargas und 2003 als Osmin-Cover in Die Entführung aus dem Serail mit der Staatsoper Stuttgart in Hongkong unter Lothar Zagrosek, 2004 an der Semperoper 1. Handwerksbursch in Wozzeck unter Marc Albrecht und am Teatro Giuseppe Verdi in Triest in Ariadne auf Naxos als Truffaldin unter Stefan Anton Reck.
2005 sang Eckert am Meininger Staatstheater Kuno in der preisgekrönten Freischütz-Produktion von Nordwand-Filmregisseur Philipp Stölzl und gab sein wichtiges Debüt an der Berliner Staatsoper in Die Meistersinger als Hans Schwarz unter Daniel Barenboim mit Ben Heppner und Robert Holl. Von 2006 bis 2009 war er bei den Eutiner Festspielen als Kezal in Die Verkaufte Braut, an der Semperoper als Truffaldin in Ariadne auf Naxos unter Wolfgang Rennert und Friedrich Haider, am Nationaltheater Mannheim in Die Meistersinger und Parsifal als Hans Foltz und Titurel unter Friedemann Layer, am Teatro Politeama Greco in Lecce als Daland in Der fliegende Holländer unter Tetsuru Ban, am Theater Magdeburg als Warlaam in Boris Godunow unter Francesco Corti und 2010 am Theater Vorpommern als Daland in Der fliegende Holländer, bei den Schlossfestspielen Zwingenberg als Kaspar in Der Freischütz und 2011 als Peachum in Die Dreigroschenoper sowie 2012 am Opernhaus Chemnitz als Angelotti in Tosca zu erleben.
Eine seiner wichtigsten Rollen ist der Baron Ochs im Rosenkavalier.
Um diese musikalisch anspruchsvolle und spielerisch vielschichtige Rolle vorzubereiten, reiste er 1999 nach Wien zu KS Otto Edelmann - dem Karajan-Ochs. Seit 1999 war Eckert Baron Ochs am Theater Dessau, am Staatstheater Meiningen mit Elina Garanca, an der Baltischen Oper Danzig mit Europa-Tour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz, an der Israeli Opera Tel Aviv unter Asher Fisch mit Noemi Nadelmann, am Teatro Politeama Greco in Lecce, am Theater Vorpommern, 2010 an der Malmö Opera und an der Opera Zuid Maastricht in Den Haag.
Seit 2011 ist Eckert festes Ensemblemitglied der Staatsoperette Dresden und wird in den nächsten Jahren sein Repertoire in den Bereichen Operette und Musical erweitern, nachdem er bereits hier zwischen 1997 und 2004 als van Bett in Zar und Zimmermann, Plumkett in Martha und Don Basilio in Der Barbier von Sevilla gastierte. 2012 erhielt André Eckert einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.
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